„Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ mit SPD-MdL Georg Nelius

Veröffentlicht am 15.03.2019 in Ortsverein

Zu einem Vortrag und Diskussionsabend mit dem agrarpolitischen Sprecher der SPDLandtagsfraktion Georg Nelius zum Thema „Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ hatte der
Ortsverein der SPD-Herbolzheim-Rheinhausen eingeladen. Monokulturen, Glyspohat und andere
auf die Umwelt schädlich einwirkende Pestizide, immer größere Betriebe auf Kosten der kleinen,
Höfesterben – diese Tatsachen und die Diskussionen darüber, hatte einige Interessierte in das
Torhaus gelockt.

Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

Vortrag

Georg Nelius definierte zunächst den Begriff Nachhaltigkeit nach dem sogenannten BrundtlandBericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen von 1987:
„Nachhaltigkeit ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu
riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können“.
Dieses Gebot betrifft alle Lebensbereiche und in besonderem Maß die Landwirtschaft.
Nelius hob in seiner Darstellung die Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller
Landwirtschaft hervor.
Artgerechte Tierhaltung, Artenvielfalt, Fruchtfolgeanbau, Einsatz von Stallmist und Kompost bei
der ökologischen Landwirtschaft stehen bei der konventionellen Landwirtschaft Massentierhaltung,
Monokulturen, Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Dünger gegenüber. Und der
vielbesagte Klimawandel wird auch in diesem Zug genannt.
Strittiger Diskussionspunkt unter den Anwesenden war die Verteilung der Fördermittel. Hier war
man sich einig, dass ein Umbau nötig ist. Öffentliches Geld aus Fördertöpfen sollte nach Meinung
von Herrn Nelius nur noch nach folgenden Kriterien vergeben werden:
 Qualitätsproduktion vor Massenproduktion
 Behutsamer Einsatz von Pestiziden
 Verantwortung für den Klimaschutz
 Bodenbearbeitung auch in wenig ertragreichen Lagen
 Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten
Diese Kriterien müssen dringend besser geprüft und kontrolliert werden, kleine Betriebe wesentlich
mehr als bisher gefördert werden anstatt große Argarfabriken. Kritisch wurde von den Anwesenden
auch der Anbau von Getreide/Lebensmitteln zur Verwendung von Energie gesehen.
Eine große Rolle spielt natürlich der Verbraucher.In kaum einem anderen Land geben die Menschen
gemessen an ihrem Einkommen weniger Geld für Nahrungsmittel aus als in Deutschland. Die
Einstellung zu Lebensmitteln hat sich aber verändert, viele ernähren sich bewußter und nach einer
Studie des Bundesumweltministeriums aus dem Jahr 2016 sind vier von fünf Befragten bereit, mehr
für Fleisch zu bezahlen, wenn sie wissen, dass es den Tieren besser geht, als es die
Mindeststandards vorschreiben. Und beinahe ebenso viele würden für höhere Umweltstandards
mehr Geld ausgeben.
Jedoch kann die Verantwortung nicht allein den Landwirten und dem Verbraucher übertragen
werden, sondern die Politik ist gefordert sich für die entsprechenden Rahmenbedingungen
einzusetzen. Der Markt, die Technik, das Ernährungsverhalten hat sich verändert, eine
Landwirtschaft von früher werden wir nicht zurückerhalten.
Georg Nelius ist sich sicher: Landwirtschaft in Deutschland hat Zukunft wenn sie nachhaltig wird.
Seiner Ansicht nach gibt es viel Potential.Es muss nicht alles bio sein. Wir sollten daran interessiert
sein, dass auch diejenigen sich gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufen können, die
nicht so viel Geld für den Biomarkt haben.
 

 
 

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Sabinewoelfle

Johannes Fechner, MdB

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